Alte Hände  

′ne späte Liebe, so der Reim,
entstand in unserm Altersheim.
Bevor allein sie dahin welke
le-iert sich Gustav mit der Elke.

Und ihr erklärt der Mann, der brave,
dass ihm, damit er besser schlafe,
sein selig Weib wohl jede Nacht
gehalten hat, die Mannes-Pracht.

Die Elke tut dies auch beflissen.
Doch Gustav lässt bald Elke wissen,
dass er ′ne andre Frau tut mögen.
„Woran hat das denn nur gelegen?”

fragt Elke diesen alten Mann.
Liegt′s daran, dass er nimmer kann?
Was Gustav an der Neuen fände?
Und Gustav sagt: „Zittrige Hände!”

  Impressum    erstellt: 2009 I. Geißler    zum Seitenanfang