Der Bauer Ewald ist so froh;
hat eingebracht das Korn und Stroh.
Die Ernte heuer, die war gut
und Ewald nimmt nun seinen Hut,
er nimmt den Stock und etwas Geld;
die Gastwirtschaft hat ihn beseelt.
„Herr Wirt, ′ne Flasch Jamaika-Rum!”
Der Bauer kommt vor Durst bald um.
Er trinkt auf ‘Ex’ und geht nach draußen.
Nun packt den Ewald Schädelsausen.
Treu blickt er, wie ein Osterschaf
und endlich sinkt er in den Schlaf.
Das Schicksal nimmt seinen Lauf
und Ewald fällt ′nem Schwulen auf.
Der sieht den Bauern so in Frieden
tiefschlafend auf der Wiese liegen.
Er zaudert nicht, legt sich zum Bauern.
Die Nummer tut nicht lange dauern.
Der Schwule denkt: ‘bei solchem Glück
lass ich den Mensch nicht so zurück.’
Und legt dem Ewald auf die Bein′
zwei Zwanz′ger und ein Zehnmarkschein.
Der Ewald ist, es war bald Nacht,
von seinem tiefen Rausch erwacht.
Ein Kratzen stört ihn in der Brust;
der Bauer hat noch immer Durst.
Er findet fünfzig Mark und denkt:
‘die hat das Schicksal mir geschenkt!’
Nun fackelt er nicht viel herum,
holt sich ′ne Flasch Jamaika-Rum,
trinkt sie auf ‘Ex’, kriegt Schädelsausen,
und alles wiederholt sich draußen.
Der Schwule schließlich legt ihm dann
die fünfzig Mark in eine Hand.
Der Ewald findet auch den Schein,
geht wieder in die Wirtschaft rein
und jeder denkt, es wiederholt sich:
doch unser Bauer fühlt nicht wohl sich.
Er überlegt, hält etwas inne,
bestellt nun schroff mit rauer Stimme:
„Herr Wirt, ich will ′ne Flasch Bordeaux,
vom Rum krieg ich ′nen wunden Po!”