Mathilde  

Mathilde, früher wunderschön,
inzwischen schon sehr am vergeh′n,
trifft zum Dank fürs Lebenswerk
einen kleinen runden Zwerg.

„Drei Wünsche hätt sie”, sagt der Gnom
Mathilde freut sich riesig schon.
„Der erste Wunsch, ich bin so frei
betrifft mein neues Konterfei

Ach jugendlich würd ich gern strahlen
und nicht mehr hören Knochen mahlen.
So sexy wie ich einst mal war;
oh Gott das wäre wunderbar.

Als Nächstes möchte ich viel Geld,
dass mir das Leben leichter fällt.
Und drittens, hier mein alter Hund,
ach wäre er doch kerngesund.

Ach wäre er ein junger Mann,
schön, knackig und mit etwas dran.”
Der Zwerg klatscht dreimal in die Hände;
vollendet ist Mathildes Wende.

Der junge Mann kommt angeschlendert;
er hat sich positiv verändert
und flüstert in Mathildes Ohren:
„Ich fühle mich wie neugeboren.

Doch hoffe ich, dir tut′s recht leid
die Kastration vor langer Zeit!”

  Impressum    erstellt: 2009 I. Geißler    zum Seitenanfang