Als Herbert, gute achtzehn Jahr′
das erste mal zur Disko war,
da packte ihn Entsetzen:
Dort bei den hint′ren Plätzen
ein Mägdelein im Rollstuhl saß.
Sie war so schön, dass er vergaß
die Diskomusik und den Tanz.
Er widmete sich ihr nun ganz.
Obs Mitleid war, vieleicht Verlangen;
bald ist er mit ihr fortgegangen.
Im Stadtpark an dem alten Baum
erfüllt sich nun des Herberts Traum:
Sie flüstert ihm ganz ungeniert,
dass ‘ES’ bei ihr auch funktioniert.
Zu diesem Zweck braucht′ sie nicht Flügel.
Das Mädchen zückt ′nen Kleiderbügel.
Daran hängt er sie an den Ast
und treibts mit ihr, ganz ohne Hast.
– Es war schon weit nach Mitternacht
als Herbert sie zurück gebracht.
Er schiebt sie mit dem Rollstuhl heim.
Hier wartet schon das Mütterlein,
bedankt sich oft, bewirtet beide.
Sie ist fast außer sich vor Freude.
Der Herbert stellt ihr bald die Frage:
„Warum so fröhlich, spät am Tage?”
Die Mutter sagts ihm ohne Drängen:
„Die andren lassen′s immer Hängen!”