Spielzeugeimer  

Der Herr Müller schaut adrett
beim Absprung vom Dreimeterbrett.
Das Stadtbad ist gerammelt voll
und Müller findets wirklich toll.

Beim Auftauchen bemerkt er dann:
„Ich hab ja keine Hose an!”
Dass er nackt ist, bemerkt keiner
und ganz nah schwimmt ein Spielzeugeimer.

Um seine Scham schön zu bedecken,
geht Schulz mit Eimer aus dem Becken.
Am Beckenrand liegt auf dem Tuche
ein junges Fräulein mit dem Buche.

Und dieses Fräulein fragt Schulz keck
was sie so les′, zu welchem Zweck.
Das Fräulein antwortet präzise:
„Das Buch verhilft mir aus der Krise.

Es hilft mir beim Gedankenlesen.
Ich weiß genau, was grad gewesen.”
„Ach wirklich”, fragt Schulz angestrengt,
„was denk ich denn jetzt im Moment?”

„Tja”, sagt das Fräulein, lächelt weise,
„sie denken”, spricht es weiter leise,
„dass ihr Eimer unterm Bauch
einen Boden hätte auch!”

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