Vollmundig

Nach ihrer Arbeit der getanen
Was tun nun unsre Trunkenbrüder?
treffen sich zwei Saufkumpanen
Probier′n′s beim nächsten Wirte wieder!
auf einer Sauftour, quer durch Essen.
Das Bier ist hell und gut gebraut.
Doch beide haben′s Geld vergessen.
Das Wiener aus der Hose schaut.
Von einem letzten Euroschein
Man nuckelt bis der Kellner naht
kauft einer Wiener Würstchen ein
und dieser droht nicht grade zart:
und sagt zum andern: „Keine Bange,
„Wenn ihr nicht sofort räumt den Saal,
den Kellner halt ich bei der Stange.
mach ich das Leben euch zur Qual!"
Die Wurst kommt in den Hosenschlitz
So geht′s den ganzen Abend fort.
und kommt der Kellner angeflitzt,
Sie wechseln zwanzig Mal den Ort.
um unsre Zeche zu kassier′n
Das Resultat ist stets dasselbe;
kniest du vor mir auf allen Vieren.
Der Kellner jagt die Zwei vom Felde.
Das Wiener nimmst du in den Mund.
Doch irgendwann, weit in der Nacht
Ich dreh derweil die Augen rund.
meint einer von den Zweien sacht:
Mit hässlichem und lautem Schmatzen
„Weißt du, ich glaub, uns reicht′s für heut,
lässt sich die Zech′ bestimmt verpatzen!"
mir schmerzt das Knie und auch das Kreuz"
Gesagt getan, der Kellner kommt,
Der andre rollt noch schön die Augen:
schaut kurz und reagiert auch prompt.
„He Bruder, kannst mir′s ruhig glauben,
Er wirft die beiden vor die Tür:
vergangen ist mir jeder Durst
‘Für Schwule gäb′ es hier kein Bier!’
seit sie verschwunden ist, die Wurst!"







































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