Der Knecht  

Ein Knecht bei einem Bauern fleht
nach Arbeit, um zu leben.
Der Bauer sich zur Seite dreht.
Er wollt′ sie ihm nicht geben.

Der Knecht von seiner Gabe spricht:
Mit Tieren könnt′ er reden.
Der Bauer sagt: „Das glaub ich nicht,
tu eine Probe geben!”

Im Pferd′stall wiehert laut der Gaul;
der Knecht hat wohl verstanden:
„Am vord′ren Huf ist etwas faul,
am linken kam′s abhanden.”

Der Bauer glaubt′s nicht und sieht nach:
Tatsächlich! Es fehlt ′s Eisen.
„Nun ja, jetzt hast du Recht gehabt,
doch musst du mehr beweisen!”

Im Stall die Kuh erzählt dem Knecht;
so ist die Übersetzung:
‘Am Melkzeug ist etwas nicht recht,
ich hab′ eine Verletzung!’

Der Bauer prüft das Melkzeug ganz,
steckt Finger rein zu viert.
Er schaltet ein mit Eleganz:
Das Zeug elektrisiert!

Er ist noch tattrig von dem Schlag.
Sie geh′n ins Haus hinein.
Er gibt ihm endlich den Vertrag,
da mäht ein Zickelein.

„Ach sei doch still!”, ruft er zum Tier;
und ist ganz arg betroffen:
„Zum ersten ist′s vier Wochen her,
zum zweiten war′ch besoffen!”






































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