Straßenverkehr,  

der tägliche Aufreger

Ein weiteres Unterrichtsfach, dass im Land der Dichter und Denker
′Religion und Singen′ ersetzen könnte.

Selbst unser ′Freund und Helfer′ scheint das Beherrschen der Verkehrsregeln
auf ein Mindestmaß reduziert zu haben: Das Messen von Geschwindigkeiten
und das Aufnehmen von Unfällen.

Beispiele:

Täglich fahren Autofahrer ihr Gefährt rückwärts aus einer Einfahrt auf die
Hauptstraße raus, manchmal sogar über alle Spuren. Dass man in eine Nebenstraße
oder Einfahrt rückwärts reinschiebt, um vorwärts die Vorfahrt der Hauptstraßenbenutzer
beachten zu können, wissen sie nicht.

Wann setzt man den Blinker?
Die meisten bremsen unvermittelt und wenn man Glück hat, blinken sie, wenn sie bereits stehen,
um dann eventuell in die angezeigte Richtung abzubiegen. Dass man zuerst blinkt, haben die Macher vom
„Achten Sinn" vergessen.

Schlimm wird es, wenn ein LKW oder ein anderes langsammeres Gefährt überholt werden soll:
Dicht, sehr dicht auffahren, so dass man wirklich nicht mehr sehen kann, ob man Gegenverkehr hat.
Gedultspflege, weil man ja nicht sieht, ob auf der Gegenspur Platz zum überholen ist.
Und schließlich an der ungeeignetsten Kurve überholen.

Fahrer von größeren Wagen mit entsprechendem Treibstoffverbrauch:
—sind meist allein in ihrem Wagen
—erreichen mitunter mit beiden Händen das Lenkrad
—können nicht hinterher fahren, also wird wie oben überholt
—fahren bei Mittagssonne grundsätzlich mit Licht. Das wird erst ausgemacht,
    wenn es regnet oder dämmert
—sind die auf 40 KM/h begrenzten Mofafahrer, die ihren Wagen im Winter schonen.

Autobahn — ist man einmal in den USA Auto gefahren, wundert man sich über das
nicht zeitgemäße Rechtsfahrgebot der Europäer. Und trotzdem, nun
schon einmal Gesetz, wäre man manchmal schon froh, wenn sich alle Autofahrer
daran halten würden. Wenigstens wenn die rechte Spur frei ist und der hintere Verkehr
geduldig nachzuckelt, wäre es schön, wenn der Schleicher den Blinker setzen und
in die rechte Spur wechseln würde. — Neuerdings werden angeblich sogar
Sicherheitsabstände überwacht. Wollte man vorausschauendes Fahren
überwachen, müsste mehr als die Hälfte aller Verkehrsteilnehmer
herausgewunken werden — doch von wem?








































  Impressum    erstellt: 20.11.2009 I. Geißler    zum Seitenanfang